Ewiger Kalender

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Faschingsumzug Mauern – Historie

Bürgermeister Kögl war sich am 3. Februar 1885 sicherlich nicht bewusst, dass er mit der Genehmigung des Maskenzuges der Zimmerstutzenschützengesellschaft (später Jungschützen und Altschützen) das Mauerner Dorfgeschehen über so viele Jahrzehnte hinweg entscheidend prägen wird.

Leider ist nicht bekannt, ob es nicht bereits vor 1885 Faschingsaktivitäten in Mauern gegeben hat. Im Moosburger Stadtarchiv finden sich schon in den ältesten Ausgaben der Moosburger Zeitung Einladungen zum Mauerner Faschingstreiben, wie diese aus dem Jahre 1911

Bis kurz vor dem 2. Weltkrieg wurde der Zug in Form einer Faschingshochzeit abgehalten. Zu dieser Faschingshochzeit gehörten selbstverständlich alle Personen einer richtigen Hochzeit, wobei das Brautpaar seine Rollen vertauscht hat bzw. gleich zwei Männer als Brautpaar dienten. Auch der „Kammerwagen“ durfte nicht fehlen.

Begleitet wurde diese Veranstaltung von zahlreichen Kasperln, die mit „Saublodan“ bewaffnet so manchen ahnungslosen Zuschauer am Straßenrand traktierten.

Ab 1930 ging man dann dazu über, Maskenzüge unter einem bestimmten Motto abzuhalten.

Auch die Unterbrechung durch den 2. Weltkrieg und die schwierige Zeit danach konnte den Fasching in Mauern nicht zum Erliegen bringen. Als das Verkleidungs- und Vermummungsverbot 1949 aufgehoben wurde,

erinnerten sich die Mauerner Bürger bald wieder der Faschingstradition.

Heimgekehrte Soldaten, die bereits vor dem Krieg im Fasching aktiv waren sowie Mitglieder des Fußballvereines erweckten den Fasching in Mauern wieder zum Leben. Bereits mit dem ersten Prinzenpaar 1950 wurde auch die Umzugstradition wieder aufgenommen.

Maßgeblich beteiligt waren Mathias und Michael Hagl, Simon Neumeier, Johann Oberloher, Alois Bielmeier und Anton Ostermeier.

Mit etwa 20 Wägen hatten die Verantwortlichen einen gut besuchten und viel gelobten Umzug inszeniert. Sie legten über die nächsten Jahre hinweg eine solide Grundlage auf der sich der Mauerner Faschingsumzug zu dem entwickeln konnte, was er heute ist – zu einer Veranstaltung, die ganz Mauern und Umgebung bewegt und begeistert.

Das 100-jährige Faschingsjubiläum konnte 1985 deshalb mit einem rekordverdächtigen Umzug begangen werden .

In den letzten 25 Jahren hat sich der von der Gemeinde Mauern veranstaltete und von der Narrhalla organisierte Faschingsumzug noch mehr zu einem Besuchermagnet für die Region entwickelt.

Mit ca. 60 Beiträgen, wovon mehr als die Hälfte Fußgruppen sind, kann sich der Mauerner Gaudiwurm seit Jahren zu den größten und schönsten Umzügen der Region zählen.

Die Anzahl der aktiven Teilnehmer liegt bei ca. 1300, die Besucherzahl hat sich in den letzten Jahren bei geschätzten 10.000 eingependelt.

Auch der Auftritt der Mauerner Kindergarde und den Jugendgruppen sowie den Future Dancers aus Velden vor und der Narrhalla Mauern nach dem Umzug sorgen zusammen mit den Darbietungen der Narrhalla Gammelsdorf auf der seit 2005 bestehenden Showbühne am Schlossplatz für ein sehenswertes und abwechslungsreiches Rahmenprogramm.

An dieser Stelle wollen wir all denen danken, die großen Anteil am Erfolg des Mauerner Faschingsumzuges und am Faschingstreiben haben und hatten. Ohne das unermüdliche Engagement, den Ideereichtum und den Idealismus in den einzelnen Vereinen und Gruppen, ohne die vielen fleißigen Helfer im Vorder- und im Hintergrund, ohne die Begeisterung für den Fasching, könnten wir nicht in dieser Faschingssaison auf eine 125-jährige Erfolgsgeschichte zurückblicken.

Abgesagt wurde der Umzug 1931.

Als besondere Attraktion sollte der Bach aufgestaut werden. Darauf wollten die als Matrosen maskierten Musiker mit einem selbst gebauten Schiff eine Bootsfahrt veranstalten. Das Straßenbauamt sah dies als Demonstration gegen den schlechten Zustand der Ortsdurchfahrtsstraße an und verbot kurzfristig über die zuständige Stelle den gesamten Maskenzug.

Während z. B. 1954 die Umzugsbesprechung nur 10 Tage vor dem Faschingssonntag abgehalten wurde, beginnen jetzt spätestens im Januar die Vorbereitungen für den Gaudiwurm. Mit viel Mühe und Detailarbeit, aber auch Freude, wird unzählige Stunden an den Wägen und Kostümen gearbeitet.

Lange Jahre war das „Leid ausspaain“ – egal ob aus Mauern, der Umgebung oder die Weltpolitik – Hauptbestandteil des Mauerner Umzuges, welches aber seit einigen Jahren immer mehr in den Hintergrund rückte.

Einer der sich bestens darauf verstand und jahrzehntelang den Mauerner Faschingsumzug prägte ist Peter Haberzettel.

1956 wurde der Umzug wegen extremer Schneefälle und Schneeverwehungen am Abend des Faschingssamstags abgesagt. Mathias Hagl eilte von Haus zu Haus um die Nachricht zu verbreiten. Man ging davon aus, dass bei diesen Witterungsverhältnissen keine Besucher kommen würden. Der Faschingssonntag war zwar klirrend kalt, aber die Sonne strahle vom Himmel und zahlreiche Besucher vergnügten sich in den Wirtschaften. Der Umzug fand nicht statt, die übliche Wirtshausrunde des Prinzenpaares (Anni und Hans Bößl) mit Gefolge wurde aber schon abgehalten.

2005 und 2009 wurden in ähnlicher Situation die Schneemassen in Schneeräumaktionen rechtzeitig beseitigt.

Mit 20 Wägen hat 1950 alles angefangen.

Ab 1975 waren 25-30 Gruppen beteiligt und Ende der 90iger gab’s dann kein Halten mehr: erst wurde 2002 die 40, 2004 die 55 und 2006 die 60 geknackt.

Aufgestellt wurde der Umzug 1950 im Pfarrhof und auf dem Platz vorm Alten Wirt. Der Zug bewegte sich von dort bis zum Hof der Familie Weichsberger (heute Oberloher) wo man kehrt machte und bis zur damaligen Raiffeisenbank (heute Freisinger Bank) fuhr. Von dort ging es zurück zum Alten Wirt. Nach dem Zug herrschte in allen Mauerner Gaststätten lustiges Faschingstreiben.

Abschließend fand am Abend des Faschingssonntags beim Alten Wirt ein maskierter Ball statt.

Die Grundzüge des Faschingssonntags haben sich bis heute nicht geändert. Die Zugaufstellung fand in den 60iger Jahren in der Hochfeldstraße statt. In den 70igern siedelte man dann ins Mitterfeld über, seit letztem Jahr wird ein Teil des Zuges auch auf der Hauptstraße aufgestellt. Die Zugstrecke hat sich aufgrund der ständig steigenden Teilnehmerzahl etwas verändert und verlängert. Und das Faschingstreiben findet jetzt nicht mehr ausschließlich in den Wirtschaften statt, sondern seit 2005 auch im Partyzelt am Schlossplatz.

 

Veranstaltet wurde der Mauerner Faschingsumzug seit seinen Anfängen von verschiedenen Mauerner VereinenAb 1885 ZimmerstutzengesellschaftNarrenkomitee (1911 konnte belegt werden)Radfahrverein „All Heil“ (vermutlich 1919/20-24)Ab 1925 JungschützenAb 1950 Narrhalla Mauern (bis 1984 als Unterabteilungder Spielvereinigung)Mittlerweile ist die Gemeinde Mauern Veranstalter des Umzuges. Die Organisation obliegt weiterhin der Narrhalla Mauern.

 

Einzigartig ist am Mauerner Faschingsumzug ist auch, dass das Prinzenpaar mit dem Hubschrauber eingeflogen wird. Seit 1980 pflegt Wilgo Lang diese Tradition.

Mit dem Umzug wuchsen auch die Aufgaben. Ursprünglich lag die Hauptverantwortung beim Präsidenten bzw. dem Präsidium. Im Laufe der Jahre war es aber nötig, die Umzugsorganisation auszulagern.

Lange Jahre war Rudi Goletz der Hauptverantwortliche in Sachen Umzug. Dieses Amt übernahm dann 1985 Hubert Oberprieler, ab 1987 mit Unterstützung von Thomas Stieglitz und ab 2003 zusätzlich von Sonja Schapfl. Seit 2007 kümmert sich das jetzige Orgateam Thomas Bauer, Roland Ohneiser und Sonja Schapfl um alle Belange rund um den Umzug.

 


Hubschrauber

Einzigartig ist am Mauerner Faschingsumzug auch, dass das Prinzenpaar mit dem Hubschrauber eingeflogen wird. .

Kurz vor Umzugsbeginn schwebt das Prinzenpaar mit dem Hubschrauber über den Dächern ein und begrüßt somit die Zuschauer vom Himmel aus. Nicht nur für die zahlreichen Kinder, sondern auch für die Erwachsenen ist es etwas Besonderes, von unten entgegenzuwinken um das Prinzenpaar herzlich zu empfangen.

Seit 1980 pflegt Wilgo Lang und die Rotorflug GmbH diese Tradition. Danach trat Martin Anz in die Fußstapfen und führt dieses einzigartige Erlebnis fort. In der aktuellen Saison wird der Hubschrauber voraussichtlich wieder von Alex geflogen.


Erst seit dem Jahre 2005 werden die Auftritte nach dem Umzug auf dem Schloßplatz aufgeführt.

Vorher fanden die Auftritte der Garde und dem Prinzenpaar im Hof beim Alten Wirt statt. Aus Platzgründen entschied man sich daher „umzusiedeln“. Schnell wurde ein entsprechend großer Platz gefunden. Der Schloßplatz. Anfangs war er sogar fast zu groß. Man entschied sich ein „kleines Zelt“ aufzustellen, um die Besucher auch bewirten zu können. Seitdem wurde das Partyzelt ständig erweitert. Für die musikalische Unterhaltung im Zelt ist von Anfang an bestens ausgesorgt.

Zusätzlich zum großen Partyzelt findet Ihr am Schloßplatz auch die Showbühne, einen Pizzawagen für die kulinarischen Genüsse, einen großen Pils- bzw. Bierwagen und etliche Verkaufsbuden.